Ungarn hat jahrzehntelang verhindert, dass Einwohner der DDR über die ungarische Grenze nach Westdeutschland fliehen. Dies war Aufgabe des Innenministeriums in Budapest, das eng mit dem Staatssicherheitsdienst der DDR zusammenarbeitete. Insbesondere in den 1970er und 1980er Jahren verhafteten ungarische Grenzbeamte Hunderte von Ostdeutschen und lieferten sie an die DDR aus, wo sie zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt wurden. Um Fluchtversuche zu verhindern, kontrollierte der Staatssicherheitsdienst der DDR vorab mehr als eine Million Ostdeutsche, die jedes Jahr in den Urlaub fuhren. Eine sogenannte operative Gruppe – manchmal auch als „Balaton-Brigade” bezeichnet – arbeitete eng mit dem ungarischen Geheimdienst zusammen. Erst im Sommer 1989 beendete Ungarn diese Zusammenarbeit und öffnete seine Grenzen für DDR-Bürger, was das kommunistische System in Ostdeutschland in eine existenzielle Krise stürzte.
Dr. Hubertus Knabe, einer der renommiertesten deutschen Experten auf diesem Gebiet, gibt aus erster Hand Einblick in die neuen Ergebnisse der Untersuchung der Akten der Geheimdienste in Berlin und Budapest.
Aus den Geheimarchiven der Stasi - von der Balaton-Brigade zum Fall der Berliner Mauer
Vortrag samt Podiumsdiskussion
mit
Dr. Hubertus Knabe
Historiker
26. November 2025 (Mittwoch) | 19.00 Uhr
MCC Hunyadi Mátyás Saal | Tas vezér utca 3-7, 1113 Budapest
Die Sprache der Veranstaltung ist Deutsch, deutsch-ungarische Simultanübersetzung wird in begrenzter Anzahl zur Verfügung gestellt.
Teilnahme nur mit persönlicher Einladung und Registrierung. Die Anmeldung ist bis zum 24. November 2025 unter diesem Link möglich.
Der Veranstalter behält sich das ausschließliche Recht vor, auf der Veranstaltung Bild-, Audio- und Videoaufnahmen zu machen oder machen zu lassen, die ggf. veröffentlicht werden. Mit der Registrierung und der Teilnahme erklären Sie hierzu Ihr ausdrückliches Einverständnis.