Am 10. März 2026 hielt Dr. Antonia Baraniuk, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Geschichte der Technischen Universität Chemnitz, im MCC-Bildungszentrum in Szabadka (Serbien) einen Vortrag mit dem Titel „Otto von Habsburg: Zwischen Deutschland, Österreich, Ungarn und Europa“. Die Diskussion im Anschluss an den Vortrag wurde von Dr. Bence Bauer, dem Direktor des Deutsch-Ungarischen Instituts für Europäische Zusammenarbeit, moderiert. Otto von Habsburg, der letzte Thronfolger der Österreichisch-Ungarischen Monarchie, bewegte sich an der Schnittstelle verschiedener nationaler Identitäten, was sein gesamtes Leben prägte. Er verstand die supranationale europäische Idee als Mittel zur Überwindung des Nationalismus und entwickelte sich nach dem Zweiten Weltkrieg von einem anfänglichen Befürworter der Habsburger-Restauration zu einem der bekanntesten Verfechter der europäischen Integration. In seinem Vortrag hob Baraniuk hervor, dass die persönliche Lebensgeschichte Ottos von Habsburg sowie seine in Deutschland, Österreich und Ungarn ausgeübten Tätigkeiten von besonderer Bedeutung sind, da sie die Entwicklung des politischen und kulturellen Denkens in Europa in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts beeinflusst haben. Obwohl er den größten Teil seines Lebens im Ausland verbrachte, blieb er „mit dem Körper Österreicher, aber mit der Seele Ungar“ und setzte sich intensiv für die europäische Integration Ungarns ein.