Am 11. März 2026 hielt Dr. Bence Bauer, Direktor des Deutsch-Ungarischen Instituts für Europäische Zusammenarbeit, in Bóly einen Vortrag mit dem Titel „Mythos und Realität – deutsch-ungarische Wechselwirkungen“, der gemeinsam mit dem MCC-Bildungszentrum in Pécs organisiert wurde. Die Veranstaltung wurde vor mehr als 40 interessierten Teilnehmern besucht von Krisztián Erdei, dem Leiter des Ausbildungszentrums in Pécs, eröffnet. Anschließend hob Bence Bauer in seinem Vortrag hervor, dass das Bild, welches die deutschen öffentlich-rechtlichen Medien von Ungarn zeichnen, oftmals vielmehr auf Deutschland zutrifft. Er wies darauf hin, dass sich das frühere „Vorzeigeland“, das Deutschland für Ungarn verkörperte, in der letzten Zeit gewandelt habe. Es lohne sich, die Eisenbahnnetze beider Länder, die Qualität der Internetversorgung, das Tempo der Infrastrukturentwicklung, die Bekämpfung des Drogenmissbrauchs, aber auch die Meinungsfreiheit miteinander zu vergleichen. In jedem Fall ist Ungarn in einer besseren Lage – betonte Bauer. Aufschlussreich ist auch die Statistik, die zeigt, dass fast 75 % der deutschen Bevölkerung der Meinung sind, der Staat könne seine Aufgaben nicht angemessen erfüllen. Der Direktor führte weiter aus, dass die Migrationsprozesse und die daraus resultierenden sozialen Probleme in Deutschland enorme Geldsummen verschlingen und der deutsche Staat zudem statt sich um wichtige Dinge zu kümmern, beispielsweise mit der Legalisierung von Drogen und der Ideologisierung der Kirchen beschäftigt sei. Bauer wies darauf hin, dass es sich lohne, diese Entwicklungen mit den Verhältnissen im eigenen Land zu vergleichen. Das MCC Pécs organisierte zum ersten Mal eine Veranstaltung in Bóly in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Bóly. Der Saal des Erzsébet Vigadó war bis auf den letzten Platz mit Interessierten gefüllt.