Das Institut betreibt Forschung zu ausgewählten Fragestellungen und besonders prägenden Themen der deutsch-ungarischen Beziehungen. Diese werden in Form von Studien, Analysen, wissenschaftlichen Artikeln sowie Hintergrundberichten veröffentlicht.
„Die Mitte liegt ostwärts“ - so lautete das vielbeachtete Werk des deutschen Osteuropahistorikers Karl Schlögel. Doch noch viel interessanter ist der Untertitel seines großvolumigen Essays: „Die Deutschen, der verlorene Osten und Mitteleuropa“. Das 1998 erschienene Grundwerk eines jeden Mitteleuropaforschers streift nicht nur durch die Vergangenheit, sondern antizipierte in hellseherischer Weise den Bedeutungszuwachs, den Mitteleuropa in den kommenden Jahrzehnten widerfahren sollte. Für die Leser der Budapester Zeitung ist dies ein guter Anlass und Ausgangspunkt, die Chancen und Perspektiven Mitteleuropas mit einem deutschen Auge zu betrachten.
11.03.21, 15:39
Bauer Bence
Politisches System Ungarns, Rezension, Meinungsartikel
Im Oktober 2020 erschien das Buch des außenpolitischen Korrespondenten der deutschen Wochenzeitung „Die Zeit“, Michael Thumann, mit dem Titel „Der neue Nationalismus: Wiederkehr einer totgeglaubten Ideologie“ auf 280 Seiten. Grund genug, die Aussagen dieser Neuerscheinung genauer unter die Lupe zu nehmen sowie Vorurteilen und Arroganz gegenüber Ost- und Mitteleuropa zu entkräften.
Das Mathias Corvinus Collegium (MCC) schreibt mit sofortiger Wirkung mehrere Forschungsstipendien aus. Das Stipendium ist mit einem Forschungsaufenthalt am MCC in Budapest für die Dauer von wenigen Wochen bis mehreren Monaten (maximal 12 Monate) verbunden und richtet sich auch an deutsche Wissenschaftler der Disziplinen Rechts-, Politik- und Geisteswissenschaften.
Die Beziehungen zwischen Ungarn und Deutschland sind seit Jahren kompliziert – wirtschaftlich gut, politisch spannungsgeladen. Umso wichtiger ist direkte und präzise Kommunikation zwischen den beiden Regierungen, um Konfliktpotential auf tatsächliche Interessengegensätze zu begrenzen, und nicht durch Missverständnisse zusätzlich zu belasten. Die aber gibt es immer wieder. Von Boris Kálnoky.